Glossar Schichtarbeit

Kurzzyklische Rotation

Definition, Rechtsgrundlage und Bedeutung für den Schichtplan: Kurzzyklische Rotation auf einen Blick.

Definition

Bei kurzzyklischer Rotation wechseln die Schichtlagen nach zwei oder drei Tagen statt nach einer Woche, etwa im Rhythmus zwei Früh, zwei Spät, zwei Nacht, zwei frei. So bleiben die Nachtschichten in Folge wenige. Dafür wechselt die Lage im Wochenverlauf häufiger.

Was das für den Schichtplan bedeutet

Die SECO-Wegleitung empfiehlt höchstens vier Nachtschichten in Folge; kurzzyklische Pläne liegen darunter. Ein Zyklus von acht Tagen lässt die freien Tage über die Wochentage wandern.

Rechtsgrundlage

Art. 34 ArGV 1 und Wegleitung

So sieht das als Plan aus

Kurzzyklische Rotation

Gezeigt: vier Gruppen mit je drei Früh-, Spät- und Nachtschichten, danach drei freie Tage (3-3-3-3).

Woche 1Woche 2Woche 3Woche 4Woche 5
MoDiMiDoFrSaSoMoDiMiDoFrSaSoMoDiMiDoFrSaSoMoDiMiDoFrSaSoMoDiMiDoFrSaSo
Gruppe AFFFSSSNNN···FFFSSSNNN···FFFSSSNNN··
Gruppe B···FFFSSSNNN···FFFSSSNNN···FFFSSSNN
Gruppe CNNN···FFFSSSNNN···FFFSSSNNN···FFFSS
Gruppe DSSSNNN···FFFSSSNNN···FFFSSSNNN···FF

Ausschnitt von fünf Wochen; der Zyklus dauert 12 Tage und wiederholt sich danach.

Ø Wochenarbeitszeit
42,0 Stunden brutto
Gruppen
4
Personalstärke
je 1 Früh, Spät, Nacht
Zyklus
12 Tage
  • Ruhezeit überall mindestens 11 Stunden (kürzeste 16 h)
  • Vorwärtsrotation eingehalten (Früh → Spät → Nacht)
  • 9 Tage in Folge mit Schicht, beim Wechsel der Schichtlage jeweils mindestens 24 Stunden Ruhe
  • spätestens nach 3 Tagen mindestens 24 Stunden Ruhe (ununterbrochener Betrieb: spätestens nach sieben Tagen)
  • höchstens 3 Nächte in Folge (Empfehlung: höchstens 4)
  • höchste Kalenderwoche 47 Stunden ohne Pausen — über 45 Stunden; im ununterbrochenen Betrieb zählt der Durchschnitt über 16 Wochen
  • rund 26 freie Sonntage im Jahr (Ruhetag 6–16 Uhr) — mindestens 26 im ununterbrochenen Betrieb

Wochenansicht, Kennzahlen und Jahreskalender →

Mehr dazu

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Was bedeutet Kurzzyklische Rotation?

Bei kurzzyklischer Rotation wechseln die Schichtlagen nach zwei oder drei Tagen statt nach einer Woche, etwa im Rhythmus zwei Früh, zwei Spät, zwei Nacht, zwei frei. So bleiben die Nachtschichten in Folge wenige. Dafür wechselt die Lage im Wochenverlauf häufiger.

Wo ist Kurzzyklische Rotation geregelt?

Grundlage: Art. 34 ArGV 1 und Wegleitung.

Was bedeutet Kurzzyklische Rotation für den Schichtplan?

Die SECO-Wegleitung empfiehlt höchstens vier Nachtschichten in Folge; kurzzyklische Pläne liegen darunter. Ein Zyklus von acht Tagen lässt die freien Tage über die Wochentage wandern.

Nächster Schritt

Zuschläge berechnen